Reinhart Mlineritsch

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VELVET CURTAIN


Ausstellung in der Galerie im Kulturamt, Salzburg

 

Jänner bis März 2004

In der knappen Zeit ihrer Existenz hat die Fotografie die sichtbare Welt archiviert. Die technischen "Licht-Schatten-Abdrücke" der sogenannten Wirklichkeit warten in unzähligen Bildspeichern darauf, um jederzeit unsere Wahrnehmung der Realität unter dem Aspekt des Empirischen und der emotionalen Ernüchterung mitzubestimmen. Die Welt ist das Objekt kalter visueller Ausbeutung und restloser Entmystifizierung per Kamera. Die Linse war lange Zeit Zentralinstrument der Erfassung des Faktischen. Erst spät kommt es zur Funktionsumkehr.

Das komponierende Entdeckerauge des Fotokünstlers und der komplexe Manipulationsprozess am Fotomaterial dienen nicht mehr der Entzauberung, sondern der Verzauberung des "Abgelichteten". Ein international beachteter Meister dieser fotografischen Kunst der Poetisierung ist Reinhart Mlineritsch.

In seinen Arbeiten erscheint das Kaputte, Verwesende, Trostlose, Uninteressante und Marginale wie die Verkörperung des Wunderbaren. Der Künstler macht uns glauben, dass wir Alleskenner bisher mit Blindheit geschlagen waren. Mit seinen überpräzisen, ins Geheimnisvolle kippenden Schwarz-Weiß-Aufnahmen streift er uns die Schuppen von den Augen. Das scheinbar Bekannte verhüllt sich zum noch nie gesehenen Rätsel. (Anton Gugg).

 

Pressestimmen

 

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© Reinhart Mlineritsch