Das
Museum der Moderne Salzburg
Ein
fotografischer Essay zur Baugeschichte
Ausstellung
im Museum der Moderne Salzburg Mönchsberg, Auditorium
www.museumdermoderne.at
Zur
Ausstellung erscheint ein Katalog
Einführung:
Dr. Margit Zuckriegl, Kuratorin
Oktober
2004 bis März 2005
Bilder des Projekts
Der
Katalog
Mit dem
Beschluss, das Museum der Moderne Salzburg am Platz des ehemaligen
„Café Winkler“ am Mönchsberg zu etablieren und der darauf folgende
Juryentscheidung zum Architekturwettbewerb, setzte die Geschichte zu
diesem bedeutenden Neubau an prominenter Stelle über der Salzburger
Altstadt ein. In erstaunlich kurzer Bauzeit und ohne wesentliche Verzögerung
konnte der Bau in den Jahren 2001 bis Mitte 2004 errichtet werden.
Der
Salzburger Fotograf Reinhart Mlineritsch wurde von der Museumsleitung
beauftragt, die verschiedenen Etappen des Baufortschritts, die
Geschichte des „Werdens“ dieses Bauwerks zu dokumentieren.
Mlineritsch
ist ein Fotograf mit einer außergewöhnlichen Bildsprache; Werke von
ihm befinden sich in der am Museum der Moderne eingerichteten Österreichischen
Fotosammlung; vor allem sein behutsamer Blick, sein Sinn für das
Atmosphärische und seine Aufmerksamkeit für Details und Ausschnitte
brachten ihm internationale Anerkennung für seine immer in Schwarz/Weiß
fotografierten Stillleben, Städtebilder und Aufnahmen von Vegetationen
und unbemerkten Gegenständen und Situationen.
Der
„Bildessay“ zum Museum der Moderne setzt mit dem Abriss der alten
Struktur ein und endet unmittelbar vor Fertigstellung des Hauses. „Das
Fertige, Abgeschlossene interessiert mich nicht“ sagt der Fotograf von
seiner Arbeit, die er als ein „work in progress“ auffasste.
Mit einer
Auswahl von 40 Fotografien präsentiert das Museum der Moderne nun einen
konzentrierten Blick auf die eigenen Formwerdung. Mlineritsch umkreist
gewissermaßen den Bau vom wüsten Bauplatz bis zum monumentalen
Komplex, vom rohen Gerüst bis zum zarten Detail, von dramatisch
beleuchteten Innenaufnahmen bis zum Blick auf die Stadtsilhouette und
das Ambiente.
Seine
Bildsprache ist die der klassischen Dokumentarfotografie, wie sie etwa
von Edward Weston bekannt ist. Die Aktualisierung in eine heutige
formale Konzeption liegt in Mlineritsch’s poetischem Blick auf die
unscheinbaren Nebensächlichkeiten einer riesigen Baustelle, in seinem
stringenten Abschreiten des Baus zu allen Tages- und Jahreszeiten und in
der bildhaften Isolation, die den Bau skulpturhaft aus dem
Alltagsgeschehen herauslöst. (Margit Zuckriegl, 2004).